GEOGRAPHIE
Das Piemont (ital: Piemonte: "am Fuß der Berge") ist nach Sizilien die flächenmäßig größte Region in Italien.
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PIEMONT - PIEMONTE BAROLO , BARBARESCO und MEHR |
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GEOGRAPHIE Das Piemont (ital: Piemonte: "am Fuß der Berge") ist nach Sizilien die flächenmäßig größte Region in Italien. Das Piemont umfasst eine Fläche von 25'399 Quadratkilometern und hat rund 4,33 Millionen Einwohner. Das Aostatal im Nordwesten der Region zählt historisch und naturgeografisch zum Piemont, bildet aber als autonomes Gebiet eine eigene Verwaltungseinheit mit Sonderstatus: Im Aostatal leben etwa 120'000 Menschen auf einer Fläche von 3'263 Quadratkilometern. Im Norden grenzt das Piemont an die Schweiz, im Westen an Frankreich, italienische Binnengrenzen finden sich im Süden an die Region Ligurien, im Südosten an die Region Emilia-Romagna, im Osten an die Region Lombardei und im Nordwesten an das Aostatal.
Naturgeografisch gliedert sich die Region in drei Teile:
Die Alpenregion zieht sich am Rande der Alpen
entlang der West- und Nordgrenze des Piemont. Hier
liegen die okzitanischen Täler (Valle Stura,
Valle Maira, Valle Varaita, Valle del
Po, Valle del Chisone, Val Pellice,
Valle di Susa, Valle d'Aosta) und die Gegend
rund um das Westufer des Lago Maggiore. Der höchste Berg
des Piemont ist der im hintersten Aostatal gelegene Mont
Blanc. Höchster Berg der politischen Region Piemont ist
der Monte Rosa, gefolgt von Gran Paradiso mit 4.061
Metern und Monviso mit 3.841 Metern. Im
piemontontesischen Susatal befindet sich auch der
höchstgelegenste mit dem Auto anfahrbare Punkt der
Alpen, der Col de Sommeiller.
BAROLO Barolo ist ein trockener Rotwein, der in Italien angebaut wird. Er zählt unter Weinkennern neben dem Brunello und dem Amarone zu den besten Rotweinen Italiens. Schon in den 1860er Jahren, zur Zeit der italienischen Einigung, galt der Barolo als Wein der Könige, und auch seit seinem erneuten Aufschwung ab ca. 1980 gilt er als Festtagswein. Im Gegensatz zu vielen anderen großen Rotweinen ist der Barolo kein Cuvée, sondern wird zu 100% aus der Nebbiolorebe hergestellt. Seit 1966 hat er die Qualitätsstufe DOC und seit 1980 Italiens höchste, DOCG. Die damit einhergehende Dynamisierung des Gebiets ist atemberaubend. Während in den 1970er Jahren der Barolo fast ein Ladenhüter war, gab es Ende der 1980er Jahre ca. 12 Erzeuger mit einem Volumen von ungefähr 100.000 Flaschen. Momentan erzeugen ca. 50 Winzer die zehnfache Menge. DIE WEINE
BARBARESCO Barbaresco bezeichnet einen trockenen Rotwein aus Norditalien, der aus der Region Langhe im Piemont, genauer aus dem Gebiet um die Ortschaften Barbaresco (Piemont) und Neive, kommt. Da er, gleich wie der Barolo ebenfalls zu 100% sortenrein aus der Nebbiolorebe hergestellt wird, wird er oft als "der kleine Bruder" des Barolo bezeichnet. Im Unterschied zum Barolo liegen die Hügel des Barbaresco etwas niedriger und haben eine andere Bodenbeschaffenheit, sodass der Wein weniger wuchtig und dafür samtiger wird. 1966 wurde er als DOC klassifiziert, 1980 wurde er als DOCG anerkannt. Die DOCG-Bestimmungen für den Barbaresco sehen eine Mindestausbauzeit vom 1 Jahr im Fass und ebensoviel auf der Flasche vor. Analog zum Barolo tobt auch hier der Kampf zwischen den Verfechtern der althergebrachten Methoden und den Modernisierern, wobei letztere hier einen prominenten Fürsprecher haben. Gemeint ist die Galionsfigur des Piemont, Angelo Gaja (auch 'Angelo Nazionale' genannt), der sich weltweit einen hervorragenden Ruf mit traditionellen Weinen gemacht hat, seine letzten Jahrgänge jedoch als IGT-Weine klassifizierte. Für diese Weine verwendete er neben den einheimischen Nebbiolo und Barbera auch Cabernet Sauvignon und Merlot, und der Preis für diese Experimente ist überdurchschnittlich. DIE WEINE
BARBERA Barbera ist eine hochwertige rote Rebsorte aus dem Piemont, wo sie schon im 13. Jahrhundert im Monferrato angebaut wurde. Sie ist heute in ganz Italien verbreitet und gilt als anpassungsfähig und ertragstark. Dort belegt sie knapp 50.000 Hektar Rebfläche und rangiert damit nach der Sangiovese auf dem zweiten Platz unter den roten Sorten. Die aus Barbera gekelterten Weine gelten als kraftvoll, mit ausgeprägten Pflaumen-Aromen, geringem Tannin mit vollem "Körper" und einer tief-rubinroten Farbe. Ihren „Körper“, also ihre kräftige Säure, behalten sie selbst bei Aufwuchs in heißem Klima, wo sie auf bis zu 14% Alkohol kommen. Große Überschüsse, speziell in den achtziger Jahren, sinkende Qualität und damit verbundene niedrige Preise beschädigten den Ruf dieser Sorte. DIE WEINE
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