Geschichte und Geographie
Venetien bzw. Venezien (auf italienisch: Veneto und auf venezianisch: Vèneto) ist eine Region in Nordostitalien mit 18.264 km² und rund 4,72 Millionen Einwohnern (Juni 2005). In Venetien wird Venezianisch, Italienisch und Ladinisch gesprochen. Sie besteht aus den Provinzen Belluno, Padua (Padova), Rovigo, Treviso, Venedig (Venezia), Verona und Vicenza. Hauptstadt ist Venedig.
Die Region grenzt im Nordosten an Friaul-Julisch Venetien, im Norden an Österreich, im Nordwesten an Trentino-Südtirol, im Westen an die Lombardei und im Süden an die Emilia-Romagna. Im äußersten Norden hat die Region noch Anteil an den Dolomiten, der Großteil gehört zur Poebene. Das Ostufer des Gardasees gehört ebenfalls zu Venetien. Hauptflüsse sind der Po, von dem es im Süden begrenzt wird, sowie Etsch und Piave. An der Küste gibt es zahlreiche Lagunen, in einer davon liegt die Stadt Venedig.
Historisch gesehen gehörte das Gebiet die meiste Zeit zur Republik Venedig, deren Terraferma es bildete. 1797 kam der größte Teil des Gebietes nach dem Frieden von Campo Formio zu Österreich, nach dessen Niederlage gegen Napoleon in Austerlitz und dem Pressburger Frieden 1805 an das Königreich Italien, 1815 durch den Wiener Kongress aber wieder zu Österreich, und schließlich 1867 zurück an das Königreich Italien.
Durch die Erinnerung an die lange Selbständigkeit und stolze Tradition Venedigs sind autonomistische und separatistische Tendenzen (Lega Nord - Liga Veneta, Veneto Serenissimo Governo) stark ausgeprägt.
Amarone ist ein italienischer DOC-Rotwein aus getrockneten Trauben der Rebsorten Corvina, Rondinella una Molinara. Es handelt sich um die trocken ausgebaute Variante des Recioto, der auf dem Anbaugebiet des Valpolicella Classico angebaut wird. Bekannte Weingüter sind Dal Forno, Quintarelli, Masi, Allegrini, Zenato, Bolla und Domini Veneti.
Der Legende nach ist der Amarone in den 1930er Jahren aufgrund der Unachtsamkeit eines Kellerarbeiters entstanden, der ein Fass des Recioto vergessen hatte. Tatsache ist, dass der Name Amarone erstmals 1938 auf einem Lieferschein erwähnt wird. Das älteste heute bekannte Fass, das mit dem Namen Amarone beschriftet ist, datiert aus dem Jahr 1940 und erste Gutsabfüllungen, die den Namen auf dem Etikett der Flasche führen, gibt es seit dem Jahr 1953.
Diese Weine erschließen sich auch dem Weinkenner nicht sofort, da sie einen eigenwilligen Charakter besitzen: Die tiefroten Tropfen ähneln dem Sherry und haben ein eigenartig süßes Bukett. Der Recioto hat eine wuchtige Süße, der Amarone eine trockene Art. Beiden gemeinsam ist aber immer eine mehr oder weniger starke Bitterkeit im Nachhall - von daher der Name (italienisch amaro = bitter).
Die Wucht und Fülle hat bei jenen Weinkennern, die Amarone schätzen, zu dem geflügelten Ausdruck „Ti amo amarone …“ geführt. Selbst wer Amarone nicht mag, erinnert sich doch an eine eindrucksvolle Erfahrung.
Valpolicella-Weine sind meist leichte italienische Rotweine aus dem Valpolicella-Gebiet, Man sollte sie meist jung trinken. Die Spitzenexemplare können konzentrierte, komplexe Weine sein, die meisten Valpolicellas sind leichte, angenehme Sommerweine, die einen leichten Nussgeschmack aufweisen. Jedoch sollte man sich, ähnlich wie beim Chianti, vor den Massenweinen in Literflaschen oder Größerem hüten. Innerhalb des Anbaugebietes gibt es noch den
Valpolicella-Classico-Zone, die das Kerngebiet kennzeichnet, aus dem in der Regel auch die besseren Weine kommen. Die Classico-Weine wachsen auf einer Höhe von 70 bis 400 m geschützt vor den kalten Nordwinden durch die Dolomiten und die Monti Lessini und durch den Temperaturausgleich des nahegelegenen Gardasee. Mittels spezieller Weinbereitungsmethoden wird aus den selben Rebsorten – Rondinella (20–40 %), Corvina Veronese (40–70 %) und Molinara (5–25 %) – auch der mächtige Amarone und der zusätzlich noch süße Recioto erzeugt. In den Weinen aus Bardolino werden die selben Rebsorten verwendet.
Ripasso di Valpolicella hierfür werden die Rebsorten Rondinella, Corvina Veronese und Molinara, noch ein zweites Mal auf dem Trester des Amarone vergoren. Hierdurch nimmt er den typischen, etwas rosinenartigen Geschmack des Amarone an, ist aber deutlich leichter und auch preiswerter.
Prosecco ist eine weiße Rebsorte, die nur im Nordosten Italiens in einer kleinen Region der Provinz Treviso in der Region Venetien wächst. Aus ihr keltert man hauptsächlich einen Perlwein (italienisch: „Frizzante“), sowie Schaumweine und normalen Wein. Das Anbaugebiet des DOC-Prosecco liegt in der Provinz Treviso in Venetien in den Hügeln der Trevisaner Voralpen. Es umfasst zwei Anbaugebiete mit insgesamt fünfzehn Gemeinden; das Flüsschen Soligo markiert die Grenze zwischen den beiden Anbaugebieten Valdobbiadene und Conegliano. Die bekanntesten Weinbaugemeinden sind außer den Hauptorten Valdobbiadene und Conegliano unter anderem San Pietro di Barboza, Santo Stefano, Guia, Col San Martino, Refrontolo, Rolle, Arfanta di Tarzo
Die Weine
Weissweine
|
Bardolino Chiaretto |
Piccoli Gianni |
2005 |
8,20.- |
|
|
Bianco di Custoza |
Piccoli Gianni |
2005 |
8,00.- |
|
|
Soave Classico |
Pieropan |
2005 |
11,50.- |
|
|
Soave Classico Sup. Calvarino |
Pieropan |
2004 |
17,50.- |
|
|
Soave Classico Sup. La Rocca |
Pieropan |
2004 |
27,80.- |
|
|
Soave Classico Sup. Bucciato |
Cá Rugate |
2005 |
9,50.- |
|
|
Soave Classico Sup. Monte Fiorentine |
Cá Rugate |
2006 |
9,50.- |
|
|
Lugana Classico S.Cristina |
Zenato |
2005 |
13,80.- |
Amarone della Valpolicella Classico & Riserva
